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Schulsozialarbeit und schulbezogene Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln

Im Erzbistum Köln wird Schulsozialarbeit von verschiedenen katholischen Jugendhilfeträgern an Grundschulen, weiterführenden Schulen, Förderschulen und Berufskollegs umgesetzt. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Bildungschancen zu verbessern, Teilhabe zu fördern und Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken. Dabei orientiert sich die Arbeit an einem christlichen Menschenbild, das die Würde jedes jungen Menschen achtet und unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status Unterstützung anbietet.

Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, ihre schulische Laufbahn erfolgreich zu gestalten, persönliche Herausforderungen zu bewältigen und gute Entwicklungsperspektiven zu erhalten. Sie richtet sich insbesondere an junge Menschen, die aufgrund sozialer Benachteiligungen, familiärer Belastungen oder individueller Beeinträchtigungen auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind. Die gesetzliche Grundlage bildet § 13a SGB VIII (Jugendsozialarbeit).

Schulsozialarbeit in katholischer Trägerschaft ist mehr als ein Angebot an Schulen: Sie verbindet die Lebenswelt Schule mit den Hilfen und Netzwerken der Kinder- und Jugendhilfe. Als Fachkräfte der Jugendhilfe begleiten Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter Kinder und Jugendliche bei persönlichen, familiären oder schulischen Problemen, beraten Eltern und Lehrkräfte und entwickeln präventive Angebote für Klassen, Gruppen und die gesamte Schulgemeinschaft.

Auch finden sich in der Katholischen Jugendsozialarbeit Projekte zur Vermeidung schulischen Scheiterns wie „Werk statt Schule“ und erweitern und differenzieren die schulbezogenen Angebote durch werkpädagogische Angebote und intensiver sozialpädagogischer Begleitung. In den Projekten wird meist über eine persönliche Stabilisierung erreicht und die Lernmotivation neu geweckt. Die Schulmüdenprojekte wenden sich an noch vollzeitschulpflichtige Jugendliche, die den Unterricht nicht mehr oder nur noch sporadisch besuchen.

Schulsozialarbeit und schulbezogene Angebote in katholischer Trägerschaft greifen durch Verankerung in den Sozialraum auf ein breites Netzwerk aus Beratungsstellen, Jugendhilfeangeboten, offenen Einrichtungen, Jugendberufshilfe, Jugendpastoral und kommunalen Hilfesystemen zurück. Unterstützung endet nicht am Schultor, sondern orientiert sich an den Lebenslagen junger Menschen und ihrer Familien. So können Hilfen frühzeitig, niedrigschwellig und bedarfsgerecht vermittelt werden.

Katholische und freie Jugendhilfeträger bieten fachliche Begleitung, Qualitätssicherung und kollegialen Austausch für die Mitarbeitenden. Gleichzeitig verfügen sie über Handlungsspielräume, die es ermöglichen, unbürokratisch auf individuelle Notlagen zu reagieren und ergänzende Unterstützungsangebote zu organisieren. Schulen profitieren dadurch von einer professionellen Partnerschaft, die pädagogische Verantwortung teilt und verschiedene Hilfesysteme miteinander verbindet.