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Tag der Jugendsozialarbeit

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Ein Fachtag mit inspirierendem Impulsvortrag und praxisnahen Workshops für Mitarbeitende aus den Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln.

Jugendsozialarbeit schafft Räume, in denen junge Menschen Orientierung finden, neue Perspektiven entdecken und erleben, dass sie mit ihren Themen und Herausforderungen nicht allein sind. Sie bietet jungen Menschen Stabilität in Zeiten, die oft von Unsicherheit, Leistungsdruck oder persönlichen Krisen geprägt sind. Dort, wo junge Menschen spüren, dass ihre Stimmen gehört werden und ihre Problemlagen ernst genommen sind, wachsen Zuversicht, Vertrauen und das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Demokratische Strukturen tragen dazu bei, dass junge Menschen durch echte Mitbestimmung Selbstwirksamkeit erfahren – ein zentraler Schutzfaktor für ihre mentale Gesundheit. Beteiligung stärkt, macht Mut und eröffnet Wege, die eigene Zukunft aktiv mitzugestalten.

Unser Fachtag lädt uns mit einem inspirierenden Impulsvortrag und praxisnahen Workshops dazu ein, fachliche Perspektiven rund um die Themen Beteiligung und Mentale Gesundheit zu erweitern, miteinander in den Austausch zu kommen und neue Ideen zu entwickeln.

Wir laden alle Mitarbeitenden aus den Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln herzlich ein, diesen Tag mit uns zu gestalten und im fachlichen wie kollegialen Miteinander zusammenzukommen. +++ Der Fachtag ist ausgebucht! +++

Mitbestimmen und mitgestalten

Es braucht dringend Maßnahmen gegen die wachsende soziale Ungleichheit, mahnte Politikwissenschaftler und Armusforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge. Beim diesjährigen Tag der Jugendsozialarbeit warnte Butterwegge in seinem Impulsvortrag außerdem vor den Gefahren, die die soziale Ungleichheit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt un die Demokratie mit sich bringt. 

Im Anschluss konnten die teilnehmenden Fachkräfte aus Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln ihre Erkenntnisse in sieben Workshops vertiefen und Möglichkeiten zur Förderung von Teilhabe, Bildung und Demokratie kennenlernen. Die Diözesanarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln (DiAG JSA) lädt jährlich Mitarbeitende aus den Handlunsgsfeldern der Jugendsozialarbeit zu inspirierender Begegnung und fachlichem Austausch ein.

"In unserer Gesellschaft entscheiden die Herkunft, die Leistungsfähigkeit oder der Bildungsstatus der Eltern häufig noch immer darüber, welche Wege jungen Menschen offenstehen", konstatierte die Diözesanbeauftrage für Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln Selina Säger. "Besonders junge Menschen aus benachteiligten Lebenslagen und junge Menschen mit Beeinträchtigung stoßen auf Hürden, die ihre Teilhabe erschweren und ihre Chancen in unserer Gesellschaft begrenzen. Diese Realität fordert uns heraus: als Fachkräfte, als Gesellschaft und als Menschen, die Verantwortung tragen."

In dieser Situation brauche es dringend Hoffnungsträger*innen, die sich gemeinsam mit jungen Menschen für eine gerechtere Zukunft einsetzten. "In unserer heutigen Gesellschaft, in der soziale Ungleichheit, Teilhabelosigkeit und menschenfeindliche Ausgrenzung zunehmen, brauchen wir Angebote wie sie Träger der Jugendsozialarbeit gestalten. Ich freue mich, dass wir Mitarbeitende der katholischen Jugendsozialarbeit haben, die sich als Hoffnungsträger*innen für junge Menschen, die von Benachteiligung, Armut und/oder Ausgrenzung betroffen sind, einsetzen und politisch Einfluss nehmen für christlich geprägte und demokratische Werte.“

Dazu passend gab es für die Teilnehmenden eine Tasche mit dem Aufdruck "Hoffnungsträger*in". Hoffnungsträger*innen können übrigens auch politische Entscheider*innen sein, berichtete Peter Scholz vom Jugendmigrationsdienst der Katholischen Jugendagentur Köln über die Begegnungen mit zwei Bundestagsabgeordneten.

 

Was bewegt die Jugend?

Am 11.10.2024 fand unser diesjähriger Tag katholischer Jugendsozialarbeit Was bewegt die Jugend? mit mehr als 80 Teilnehmenden in Altenberg statt. Dieser Tag findet jährlich als Dank für Alle, die in der katholischen Jugendsozialarbeit wirken, statt und fördert den Austausch zwischen den zahlreichen katholischen Trägern im Erzbistum Köln. Einen inhaltlichen Einstieg setzte der Impulsvortrag zur Polarisierung unserer Gesellschaft von Herr Dr. Diermeyer als Geschäftsführer der IW Gesellschaftsforschung gGmbH. Weitere zahlreiche Workshops zu Antisemitismus, diversitätsbewusster Bildung, Rassismuskritik, psychischer Gesundheit, legaler und illegaler Drogenkonsum und dem Umgang mit Krisen/Tod im Jugendalter regten den fachlichen Austausch an und gaben hilfreiche Anregungen für die pädagogische Praxis. Vielen Dank an alle diesjährigen Teilnehmenden, Referent/innen und das Vorbereitungsteam!